AWD Holding AG: LG Hannover weist Anträge ab

Im Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der AWD Holding AG hat das Landgericht Hannover die ehemaligen Aktionäre abgewiesen. Insgesamt waren 123 Anträge gestellt worden.

Im Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Barabfindung der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der AWD Holding AG hat das LG Hannover die ehemaligen Aktionäre abgewiesen (Beschluss vom 2. März 2016, Az. 23 O 191/09). Insgesamt waren 123 Anträge gestellt worden.

Am 24. Februar 2009 hatte die Gesellschaft den Beschluss zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Swiss Life Holding gefasst (Squeeze-out). Die Barabfindung wurde mit 30,00 Euro je Aktie festgesetzt. Die Anträge auf Erhöhung der Barabfindung hat das LG Hannover nun mit Beschluss vom 2. März 2016 abgewiesen.

Obwohl der frühere Vorsitzende der Kammer, Vorsitzender Richter am Landgericht Aring, explizit von Prof. Dr. Großfeld ein Sachverständigengutachten zur Höhe der Marktrisikoprämie eingeholt hat, hat das Gericht in Neubesetzung der Kammer dieses unberücksichtigt gelassen und allein auf Empfehlungen des IDW zurückgegriffen.

Beschwerdeverfahren sind daher wahrscheinlich.


Zielgesellschaft:

AWD Holding AG (WKN 508590 / ISIN DE0005085906)