AXA Lebensversicherung AG: Sachverständiger beurteilt Unternehmenswert höher

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der AXA hat der vom Landgericht Köln bestellte Sachverständige sein Gutachten zum Unternehmenswert vorgelegt. Darin wird der anteilige Unternehmenswert je Stammaktie deutlich höher festgesetzt.

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der AXA Lebensversicherung AG und der AXA Konzern AG hat der vom Landgericht Köln (2. Kammer für Handelssachen, Vorsitzender Richter am Landgericht Dr. Geoerg Lauber, Az. 82 O 137/07) bestellte Sachverständige, NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH, sein bereits am 28. September 2015 erstelltes Gutachten vorgelegt.

Darin gelangt der Sachverständige zu einem Unternehmenswert in Höhe von 1,066 Milliarden Euro, was 70,31 Euro je Stammaktie entspricht. Die Antragsgegnerin hatte dagegen nur einen Unternehmenswert in Höhe von 0,461 Milliarden Euro ermittelt und die Barabfindung für die 130.020 betroffenen Aktien von Minderheitsaktionären entsprechend dem Börsenkurs auf 62,80 Euro festgesetzt. Im Zuge von Beschlussmängelklagen wurde diese Abfindung bereits vergleichsweise auf 67,65 Euro erhöht, was dem durchschnittlichen Börsenkurs im Dreimonats-Zeitraum zum Zeitpunkt der Hauptversammlung entsprach.

Der Sachverständige hat auftragsgemäß eine völlige Neubewertung vorgenommen. Abweichungen ergeben sich aus der Herabsetzung des Kapitalisierungszinssatzes (Marktrisikoprämie und insbesondere Betafaktor).

Die Verfahrensbeteiligten im Spruchverfahren vor dem Landgericht Köln sind nun aufgefordert, zu dem Gutachten Stellung zu nehmen.


Zielgesellschaft:

AXA Lebensversicherung AG (WKN: 841230, / ISIN: DE0008412305)

 

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