Advanced Inflight Alliance AG: LG München hebt Barabfindung an

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der Advanced Inflight Alliance AG und der Global Entertainment GmbH hat das Landgericht München I den Anträgen der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre stattgegeben. Die Barabfindung erhöht sich von 7,63 Euro auf 8,09 Euro je Aktie.

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der Advanced Inflight Alliance AG, München, und der Global Entertainment GmbH hat das Landgericht München I den Anträgen der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre auf Erhöhung der Barabfindung in Höhe von 0,46 Euro je Aktie stattgegeben. Die Barabfindung erhöht sich von zuvor 7,63 Euro auf nunmehr 8,09 Euro je Aktie.

Diesen Beschluss hat das Landgericht München I, vertreten durch den Vorsitzenden Richter Helmut Krenek und die Handelsrichter Zeyda und Zoch am 25. April 2016 verkündet. Im Ergebnis erhöht sich die Barabfindung somit um 0,46 Euro je Aktie, was 6,03 Prozent entspricht.

Die ehemaligen Aktionäre der Advanced Inflight Alliance AG waren durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Februar 2014 gemäß § 62 Abs. 5 UmwG iVm. §§ 327a ff AktG gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe von 7,63 Euro ausgeschlossen worden (Squeeze-out).

79 ehemalige Aktionäre hatten daraufhin am Landgericht Anträge auf eine Erhöhung dieser Barabfindug eingereicht. Die nun beschlossene Änderung resultiert allein aus der Anpassung des Kapitalisierungszinssatzes und dort aus der Verminderung des Risikozuschlags. Dagegen sah das Gericht keinen Änderungsbedarf an der Planungsrechnung.

Der Beschluss bedeutet zwar einen Erfolg für die ausgeschlossenen Aktionäre der Advanced Inflight Alliance AG, jedoch liegt dieser noch unter dem Vergleichsangebot der Antragsgegnerin. Diese hatte zur gütlichen Beilegung des Rechtsstreits eine Barabfindung von 8,20 Euro je Aktie angeboten, was jedoch nicht von allen Antragstellern angenommen wurde.


Zielgesellschaft:

Advanced Inflight Alliance AG (WKN: 126 218 / ISIN: DE0001262186)
 

Der Fall:

Turnaround im Flug: Der Fall Advanced Inflight Alliance