Analytik Jena AG: Segmentwechsel beschlossen und stattgegeben

Vorstand und Aufsichtsrat der Analytik Jena AG beschließen einen Antrag auf Delisting der Analytik-Jena Aktie zu stellen, wobei die Notierung der Aktien im Freiverkehrshandel nicht berührt werden soll. Ab dem 26. März 2015 werden die Aktien der Analytik Jena AG nicht mehr im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.

1. Aus der Ad-hoc-Mitteilung der Gesellschaft vom 18. September 2014:

Der Aufsichtsrat der  Analytik Jena AG hat heute dem Beschluss  des Vorstands  zugestimmt, bei  der Frankfurter Wertpapierbörse einen Antrag   auf   Widerruf   der   Zulassung  der  Aktien  zum  regulierten  Markt, einschließlich  der  aktuellen  Notierung  im  Prime  Standard,  zu stellen. Die derzeit  bestehenden  Notierungen  der  Aktien  im Freiverkehrshandel der Börsen Stuttgart,  München,  Hannover,  Düsseldorf,  Berlin/Bremen  und  Hamburg werden hiervon  nicht berührt.

Der Hauptaktionär  der Gesellschaft, die Endress+Hauser (Deutschland)  AG & Co. KG hat zudem im Rahmen der heutigen Aufsichtsratssitzung und  unmittelbar vor  der vorstehend  genannten Beschlussfassung Erklärungen zur Ausübung  der Call-Optionen zum  Erwerb der insgesamt  2.109.633 Aktien (27,56 % des  Grundkapitals und der Stimmrechte) der beiden weiteren Großaktionäre, Herrn Klaus  Berka und  der Thüringer  Industriebeteiligungs-GmbH &  Co. KG, gemäß der Optionsvereinbarung   vom  14. November  2013 überreicht,  jeweils  aufschiebend
bedingt  auf den  Eintritt des  1. Oktober 2014, 0.00 Uhr.  Mit dem Eintritt der Bedingung  wird sich  die Beteiligung  des Hauptaktionärs  auf rund  82,22 % des Grundkapitals und der Stimmrechte der Gesellschaft belaufen.

Durch den angestrebten Rückzug der Analytik Jena AG vom regulierten Markt ist eine deutliche Reduzierung des Verwaltungs- und Kostenaufwands der Gesellschaft zu erwarten. Aus Sicht des Vorstands ergeben sich aus der Börsennotierung keine signifikanten Vorteile für die Gesellschaft mehr; insbesondere ist die Gesellschaft aufgrund der gesicherten Finanzierung durch ihren nicht börsennotierten Großaktionär Endress+Hauser (Deutschland) AG & Co. KG nicht auf die Möglichkeit der Kapitalaufnahme an der Börse angewiesen. Ein späteres Delisting war bereits vom Großaktionär in seinem Pflichtangebot am 31. Oktober 2013 als angestrebte Maßnahme enthalten.

Der Schutz der Anleger im Streubesitz wird neben den fortbestehenden Freiverkehrsnotierungen dadurch sichergestellt, dass der Widerruf der Zulassung nicht sofort wirksam werden soll, sondern nach § 46 Abs. 2 Satz 3 BörsO FWB erst nach der Maximalfrist von sechs Monaten nach seiner Veröffentlichung durch die Börsengeschäftsführung. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, im Sinne des Schutzes der Minderheitsaktionäre keine Verkürzung der Sechsmonatsfrist gemäß § 46 Abs. 3 Satz 2 BörsO FWB zu beantragen.

2. Aus der Mitteilung der Gesellschaft vom 26. September 2014:

Die Frankfurter Wertpapierbörse hat mit Beschluss vom 26. September 2014 dem Antrag des Vorstands auf Widerruf der Zulassung der Aktien der Analytik Jena AG zum regulierten Markt, einschließlich der aktuellen Notierung im Prime Standard erwartungsgemäß stattgegeben. Der Widerruf wird mit Ablauf des 26. März 2015 wirksam.

Ab dem 26. März 2015 werden die Aktien der Analytik Jena AG nicht mehr im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Die Notierungen im Freiverkehr der Börsen in Stuttgart, München, Hannover, Düsseldorf, Berlin/Bremen und Hamburg werden davon nicht berührt.


Zielgesellschaft:

Analytik Jena AG (ISIN: DE0005213508 / WKN: 521350)