Celanese AG: OLG entscheidet über Barabfindung und Ausgleich

Im Spruchverfahren betreffend den am 22. Juni 2004 zwischen der Celanese AG als abhängiger Gesellschaft und der Celanese Europe Holding GmbH & Co. KG als herrschender Gesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags hat das Oberlandesgericht Frankfurt die Barabfindung auf 48,77 Euro und den Ausgleich auf netto 3,54 Euro je Aktie festgesetzt.

Celanese AG, Kronberg im Taunus

- ISIN DE0005753008 -

Beschluss des OLG Frankfurt vom 20. Juli 2016

 

"Die sofortige Beschwerde des gemeinsamen Vertreters wird verworfen.

Unter Zurückweisung der Beschwerde der Antragstellerin zu 27) sowie der Anschlussbeschwerden der Antragsteller zu 1) - 7), 13) - 16) und 29) wird auf die Beschwerde der Antragsgegnerin der Beschluss des Landgerichts Frankfurt am Main abgeändert und zur Klarstellung insgesamt wie folgt neu gefasst.

Der angemessene Abfindungsbetrag gemäß § 305 AktG für den von der Celanese AG mit der Antragsgegnerin am 22. Juni 2004 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird auf 48,77 € je Aktie der Celanese AG festgesetzt.

Der angemessene Ausgleich gemäß § 304 AktG wird auf netto 3,54 € (zzgl. Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag) festgesetzt.

Die gerichtlichen Kosten des Verfahrens erster und zweiter Instanz einschließlich der Vergütung des gemeinsamen Vertreters trägt die Antragsgegnerin. Ferner werden der Antragsgegnerin die zur Durchführung des Verfahrens notwendigen Aufwendungen der Antragsteller in erster Instanz auferlegt. Im Übrigen findet eine Erstattung außergerichtlicher Kosten, soweit es nicht die Beschwerdeverfahren vor dem 20. Zivilsenat betrifft, nicht statt.

Der Geschäftswert des Verfahrens vor dem Landgericht und vor dem erkennenden Senat wird einheitlich auf 7.500.000 € festgesetzt."

 

Zielgesellschaft:

Celanese AG (ISIN: DE0005753008 / Wertpapier-Kenn-Nummer: 575300; LG Frankfurt am Main 3-05 O 169/04 und OLG Frankfurt am Main 21 W 21/14; Beschluss vom 20. Juli 2016)

 

Anmerkung:

Das Landgericht hatte mit Beschluss vom 28. Januar 2014 die Barabfindung auf 49,43 € und den Ausgleich auf netto 3,61 € je Aktie festgesetzt.