Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG: OLG Karlsruhe erhöht Barabfindung

Vor dem Hintergrund des Zusammenschlusses der ehemaligen Kraftwerk Laufenburg AG und der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG wurden die Minderheitsaktionäre aus der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG gegen eine Barzahlung in Höhe von 310,50 Euro je Aktie aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Barabfindung nunmehr auf 421,72 Euro je Aktie erhöht.

Aus der Ad-hoc Mitteilung der Energiedienst Holding AG vom 02.06.2016:

Die Energiedienst Holding AG wird ehemaligen Minderheitenaktionären der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG eine Abfindung von insgesamt 421,72 Euro je Aktie zahlen.

Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe mit heute der Energiedienst Holding AG zugegangenem Beschluss in zweiter Instanz rechtskräftig entschieden.

Diese Massnahme belastet das Finanzergebnis 2016 einmalig mit rund 3,6 Millionen Euro. Weitere rund 5,4 Millionen Euro mindern als nachträgliche Kaufpreiszahlung erfolgsneutral das Eigenkapital.

Zum Hintergrund: Im Zuge des Zusammenschlusses der ehemaligen Kraftwerk Laufenburg AG und der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG im Jahr 2002 waren die Kleinaktionäre der Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG über einen so genannten Squeeze-out aus der Gesellschaft herausgekauft worden. Einige Minderheitsaktionäre hatten daraufhin geklagt, weil sie der Ansicht waren, dass der seinerzeit entrichtete Abfindungsbetrag von 310,50 Euro je Aktie zu niedrig war.

 

Zielgesellschaft:

Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG (ISIN: DE0007019002 / WKN: 701900)