Sky Deutschland AG: Erste mündliche Verhandlung

Im Spruchverfahren betreffend den Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) der Sky Deutschland AG durch die Sky German Holdings GmbH fand am 12. Januar 2017 vor dem Landgericht München I die erste mündliche Verhandlung statt. Angehört wurden die Abfindungsprüfer von Warth & Klein Grant Thornton.

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der Sky Deutschland AG und der Sky German Holdings GmbH aufgrund des am 22. Juli 2015 beschlossenen Ausschlusses der Minderheitsaktionäre fand am 12. Januar 2017 die erste mündliche Verhandlung vor dem Landgericht München I unter Vorsitz des Vorsitzenden Richters am Landgericht, Dr. Krenek, statt.

Zu dem Termin waren die Abfindungsprüfer von Warth & Klein Grant Thornton geladen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die vom Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft am 3. September 2014 abgegebene Erklärung, dass das von der Antragsgegnerin abgegebene Übernahmeangebot, welches die Barabfindung im Squeeze-out sogar noch überstieg, unangemessen sei. Wörtlich hatten Vorstand und Aufsichtsrat erklärt, "dass die von der Bieterin angebotene Gegenleistung nicht das langfristige Potential und somit auch nicht den inneren Wert von Sky Deutschland widerspiegelt."

Die Antragsgegnerin weigert sich immer noch, sowohl die damals erstellte Unternehmensbewertung als auch die für den Squeeze-out erstellte Planungsrechnung offen zu legen. Letzteres wird mit Geheimhaltungsinteressen im Zusammenhang mit dem Bieterverhalten der Gesellschaft bei der Auktion zu Lizenzrechten von Sportveranstaltungen, insbesondere den Fußball-Bundesligarechten begründet.

Aufgrund der Vielzahl erhobener Einwände ist davon auszugehen, dass sich das Verfahren noch über mehrere mündliche Verhandlungen erstrecken wird. Der nächste Termin ist für den 29. Juni 2016 anberaumt.



Zielgesellschaft:

Sky Deutschland AG (ISIN: DE000SKYD000 / WKN: SKYD00)

 

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