WMF AG

WMF vs. KKR

Ein Traditionsunternehmen wird zum Spielball von Hedgefonds. Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR), eine große amerikanische Beteiligungsgesellschaft, die auch Anteile an Unternehmen der Luftfahrtindustrie, des Elektronik- und Maschinenbaus, aber auch z.B. an Hertha BSC Berlin hält, erwarb WMF. Wie schon bei anderen Investments erfolgte schnell ein Weiterverkauf der Anteile. Wurden die Minderheitsaktionäre zu billig abgefunden?

Genau das soll ja der Sachverständige mitprüfen. So steht es im Beweisbeschluss: "Der Sachverständige möge hierbei
auch beachten, dass die WMF AG zum 20.01.2015 unverschuldet war und eine nicht betriebsnotwendige Liquidität von ca. 20 Mio. Euro aufwies, jedoch der aktuelle Transaktionspreis in Höhe von 1,585 Mrd. Euro sich nach den Darlegungen der Antragsgegnerin aus einem Kaufpreis in Höhe von 1,02 Mrd. Euro und der Übernahme von Nettoverbindlichkeiten in Höhe von 565 Mio. EURO zusammengesetzt haben soll." Klaus HinzenAntworten 0

Wo kommen denn die 565 Mio. Verbindlichkeiten herdie beim Verkauf an SEB abgezogen wurden? WMF war doch zum Bewertungsstichtag schuldenfrei!!! Henriette KleistowAntworten 0

Dass Vorerwerbspreise überwiegend nicht berücksichtigt werden, hatten wir ja schon mehrfach. Aber was ist mit Nacherwerbspreisen? Henriette KleistowAntworten 0

Das muss das Gericht nun entscheiden. Muss Stuttgart mal richtig Gehirnschmalz investieren, wenn die wieder die Bewertung der Antragsgegnerin durchwinken wollen. Schließlich ist der Preis aus zeitnahem Weiterverkauf des ganzen Unternehmens gewichtiges Indiz dafür, dass dieser Preis der wahre Wert ist. Alfred ZabsAntworten

Wie heißt der alte Grundsatz: „Bewerten heißt vergleichen“
Wenn ein fremder Dritter, hier SEB, für WMF fast das Doppelte zahlt, und das nur 1 ½ Jahre später, liegt der Verdacht nahe, dass dies der Verkehrswert ist. Und genau den gilt es abzufinden.
Klaus Hinzen