Molda AG: Squeeze-out geplant

Die auf Lebensmitteltechnik spezialisierte Molda AG plant einen Squeeze-out. Dieser soll auf einer Hauptversammlung am 9. Dezember beschlossen werden. Hauptaktionär des Unternehmens ist die Döhler Hoding AG.

In einer Mitteilung im Bundesanzeiger vom 30. Oktober 2015 heißt es dazu:

 

Hiermit laden wir die Aktionäre unserer Gesellschaft zu der am 9. Dezember 2015, um 10 Uhr im Gasthaus Adam, Mühlenstraße 7, 21368 Dahlenburg stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung ein.

Der einzige Tagesordnungspunkt lautet:

Beschlussfassung über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre der MOLDA AG auf die DÖHLER Holding AG mit Sitz in Darmstadt gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß §§ 327a ff. Aktiengesetz.

[...]

Die DÖHLER Holding AG mit Sitz in Darmstadt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 94392, hält unmittelbar seit dem 15. Juli, dem Tag des Übertragungsverlangens, und auch am Tag der Einberufung der Hauptversammlung durchgehend mehr als 95 Prozent der Aktien der MOLDA AG. Sie hält derzeit insgesamt 14.547.616 auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien an der MOLDA AG, was rund 98,07 Prozent der Gesamtzahl der Aktien entspricht. Die DÖHLER Holding AG ist damit Hauptaktionärin der MOLDA AG im Sinne von § 327a Abs. 1 S. 1 AktG.

Die DÖHLER Holding AG hat mit Schreiben vom 15. Juli 2015 gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft verlangt, die Hauptversammlung der MOLDA AG mit dem Tagesordnungspunkt gerichtet auf die Beschlussfassung über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der MOLDA AG auf die Döhler Holding AG gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gemäß dem Verfahren zum Ausschluss von Minderheitsaktionären nach §§ 327a ff. AktG einzuberufen und entsprechend beschließen zu lassen.

Nach Festlegung der Höhe der angemessenen Barabfindung hat die DÖHLER Holding AG mit Schreiben vom 23. Oktober 2015 unter Angabe der von ihr festgelegten Höhe der Barabfindung ein konkretisiertes Verlangen im Sinne von § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG an den Vorstand der MOLDA AG gerichtet.

Die Minderheitsaktionäre erhalten eine angemessene Barabfindung in Höhe von 1,90 Euro je eine auf Namen lautende nennwertlose Stückaktie, welche die DÖHLER Holding AG auf der Grundlage einer durch die FGS Flick Gocke Schaumburg GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Bonn durchgeführten Unternehmensbewertung festgelegt hat. In einem schriftlichen Bericht an die Hauptversammlung vom 23. Oktober 2015 hat die DÖHLER Holding AG gemäß § 327c Abs. 2 Satz 1 AktG die Voraussetzungen für die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre dargelegt und die Angemessenheit der Barabfindung erläutert und begründet.

Die Angemessenheit der Barabfindung wurde durch den verantwortlichen Prüfer Herr Wirtschaftsprüfer Wolfram Wagner, c/o ADKL AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, als dem mit Beschluss vom 17. August 2015 vom Landgericht Hannover ausgewählten und bestellten sachverständigen Prüfer für die Angemessenheit der Barabfindung geprüft und bestätigt. Der sachverständige Prüfer hat hierüber am 23. Oktober 2015 einen schriftlichen Prüfungsbericht gemäß § 327c Abs. 2 Satz 4 in Verbindung mit § 293e AktG erstattet.

[...]

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, zu beschließen:

„Die auf den Namen lautenden Stückaktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der MOLDA AG werden gemäß dem Verfahren zum Ausschluss von Minderheitsaktionären (§§ 327a ff. Aktiengesetz) gegen Gewährung einer von der DÖHLER Holding AG mit Sitz in Darmstadt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 94392, (Hauptaktionärin) zu zahlenden Barabfindung in Höhe von 1,90 Euro je Stückaktie auf die DÖHLER Holding AG als Hauptaktionärin übertragen.“


 

Weiterführende Links:

Website der Molda AG