PROCON MultiMedia AG: OLG Hamburg senkt Barabfindung

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der Hamburger PROCON MultiMedia AG und der Production Resource Group AG - vormals MHG Media Holding AG - hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg die Barabfindung festgesetzt. Sie beträgt 1,89 Euro.

Im Spruchverfahren zwischen ehemaligen Aktionären der Hamburger PROCON MultiMedia AG und der Production Resource Group AG - vormals MHG Media Holding AG - hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg am 29. März 2016 die Barabfindung auf 1,89 Euro festgelegt (Az. 13 W 46/14). Die Kammer um den Vorsitzenden Richter Ralf Panten und die Richterinnen Susanne Löffler und Dorothee zur Verth haben dabei den Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 23. April 2014 (Az. 417 HKO 111/12) zu Ungunsten Aktionäre abgeändert.

Die ehemaligen Aktionäre der PROCON MultiMedia AG waren durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Dezember 2011 gemäß § 62 Abs. 5 UmwG i.V.m. §§ 327a ff AktG im Zuge eines umwandlungsrechtlicher Squeeze-outs ausgeschlossen worden. Als Barabfindung hatte die Antragsgegnerin zunächst 1,82 Euro festgesetzt.

Das Landgericht hatte die Barabfindung unter Herabsetzung des Basiszinssatzes und Erhöhung des Wachstumsabschlags dann allerdings auf 2,05 Euro festgesetzt. Das Oberlandesgericht hat nunmehr die Barabfindung unter Herabsetzung des Wachstumsabschlags final auf 1,89 Euro festgelegt.


Zielgesellschaft:

PROCON MultiMedia AG (WKN 512 200 / ISIN DE0005122006)