Vattenfall Europe AG

Vattenfall Europe vs. Vattenfall AB

Im Spruchverfahren zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre der Vattenfall Europe AG vor dem Landgericht Berlin hat der gerichtlich bestellte Sachverständige sein Gutachten vorgelegt. Der Sachverständige kommt zu einer erhöhten Barabfindung in Höhe von 60,55 Euro je Aktie. Ist die vom Sachverständigen errechnete Barabfindung angemessen?

Das Gutachten ist viel zu lang und unübersichtlich! Es sollte vom Sachverständigen gekürzt und überarbeitet werden müssen! Uwe DambacherAntworten 0

Genau! Und genau aus diesen Gründen hätte der SV sich nicht weiter mit der Bewertung der Antragsgegnerin zum Terminal Value beschäftigen dürfen! Er hatte doch den Auftrag eine eigene Bewertung vorzunehmen! Frabk SteinAntworten 0

Ja und wo steht im IDW S1 dass abweichend von der Detailphase im Terminal Value die Bewertung nach einer anderen Methodik vorgenommen werden darf?! Klaus HinzenAntworten 0

Ich find es schon problematischdass der Sachverständige in seinem Gutachten einfach nur die Bewertung der Antragsgegnerin unter die Lupe nimmt, anstatt sich davon frei zu machen und eine völlig eigenständige Bewertung vorzunehmen. Frabk SteinAntworten 0

Hat jemand mal die Ergebnisse der Gesellschaft für 2006 und 2007 laut Geschäftsbericht mit denen laut SV-Gutachten verglichen? SV ist viel niedriger, obwohl laut KG mindestens die Ist-Ergebnisse anzusetzen sind. Klaus HinzenAntworten 0

Nicht nur die nicht im Abbau befindlichen Braunkohlegebiete bleiben außer Ansatz sondern auch die im Abbau befindlichen! Denn die in der Detailphase ermittelten Ergebnisbeiträge aus der Verbrennung der Braunkohle fehlen im Terminal Value vollständig. Kenner1 Kenner1Antworten 0

Da bin ich auf deiner Seite… auf der einen Seite gibt es sicher Lasten aber auf der anderen lässt sich die Braunkohle ja auch vermarkten. Die beiden konkreten Werte finden sich nirgends. Das lässt Zweifel aufkommen. Und bei den Braunkohle Tagebaustätten hat der SV doch die, die bereits im Abbau waren als in der Planung erfasst angesehen. Aber die noch nicht im Abbau befindlichen Tagebaustätten wurden überhaupt nicht bewertet. Frabk SteinAntworten 0

Der Verkauf muss profitabel gewesen sein! Ansonsten würde sich zumindest etwas im Gutachten finden lassen. Falls der Kaufvertrag nicht vorgelegt wird, bin ich für eine Negativschätzung. Klaus HinzenAntworten 0

Ich wüsste gerne warum nichts über den konkreten Kaufpreis bekannt geworden ist. Und warum steht im Gutachten nichts zum Kaufpreis? Der Kaufvertrag sollte vorgelegt werden müssen Uwe DambacherAntworten 0

Den Kaufpreis kenne ich auch nicht. Jedenfalls ist klar, dass Vattenfall den Verkauf nie getätigt hätte, wenn die ein Verlustgeschäft gemacht hätten! Ruediger NordhausAntworten 0

Das Gesamtbild kommt mir sehr diffus vor. Wie es aussieht, hat auch die Presse nicht viel erfahren. Hier heißt es jedenfalls, dass der Verkauf (allerdings im Jahre 2014) noch bis zu vier Milliarden Euro wert gewesen wäre: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/braunkohle-in-der-lausitz-vattenfall-will-verkauf-des-kohle-reviers-besiegeln/13460432.html Bernhard BaumgartAntworten 0

Der Verkauf betraf Kohlekraftwerke und Bergwerke in Brandenburg und Sachsen. Bei der Zeit war zu lesen, dass die Käufer Vermögenswerte in Höhe von 1,6 Milliarden Euro übernehmen, aber wohl auch Schulden und Rückstellungen: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-07/schweden-vattenfall-verkauf-braunkohle-eph-gruppe Ariane MenkeAntworten 0

Das ist zwischenzeitlich geschehen; das ist richtig. Aber dieser Vermögenswert wird überhaupt nicht einbezogen. Es müssten über 1,5 Mrd. Tonnen Kohle gewesen sein (soweit ich weiß). In der Süddeutschen hatte ich gelesen, dass der Wert der Braunkohlesparte bei 2-3 Milliarden Euro liegt! Kennt jemand den Kaufpreis? Uwe DambacherAntworten 0

Das Gutachten habe ich nicht gelesen, weiß aber das Vattenfall seine Braunkohle Vorräte an den Tschechen EPH verkauft hat… Rainer PetersAntworten 0

Genau. SV leitet seine Erhöhung ausschließlich aus Kapitalisierungszinssatz ab! Kenner1 Kenner1Antworten 0

Eine Erhöhung ist das schon, aber meiner Ansicht nach nicht ausreichend! Wenn man sich etwas mit dem langen (sehr sehr langen) Gutachten beschäftigt, findet man einige Ungereimtheiten, die stutzig machen. Warum sind zB. die Braunkohlevorräte kein Vermögenswert? Wieso findet sich überhaupt so wenig zu diesem Thema im Gutachten? Uwe DambacherAntworten 0

Das wären auch für diese Aktionäre die vom SV errechneten 60,55 Euro. Kenner1 Kenner1Antworten 0

Wie hoch wäre die Barabfindung für Aktionäre, die nicht auf der Hauptversammlung waren, wenn das Gericht dem Sachverständigen folgt? Erik KnappAntworten 0

Das sind doch saftige Erhöhungen bisher; was will man mehr, oder? Helmut GerberAntworten 0

Das Thema mit dem zu langen Verfahren wurde hier schon mal diskutiert. Nun liegt wenigstens das Gutachten vor. Hier kommen noch mal die Zahlen: Ursprünglich wurden 42,77 Euro festgesetzt; im Anfechtungsprozess dann im Vergleich erhöht auf 57 Euro; jetzt sagt der Sachverständige 60,55 Euro; Alfred ZabsAntworten 0

Das Verfahren dauert schon so lange; hatte es am Anfang verfolgt, aber letztes Jahr dann aufgegeben. Wie hoch war die Abfindung am Anfang? Helmut GerberAntworten 0